LEXIKON / FERTIGUNG

PVD-Beschichtung

Kurz erklärt

PVD steht für „Physical Vapour Deposition“, also physikalische Gasphasenabscheidung. Dabei wird in einer Vakuumkammer Material verdampft und als sehr dünne, fest haftende Schicht auf Schmuck oder Uhrengehäuse abgeschieden. PVD wird vor allem bei Edelstahl eingesetzt, um Gold-, Rosé- oder Schwarztöne mit hoher Abriebfestigkeit zu erzeugen.

So funktioniert das Verfahren

Die gereinigten Teile werden in eine Vakuumkammer gegeben. Dort wird ein Beschichtungsmaterial verdampft oder zerstäubt und lagert sich auf der Oberfläche ab. Durch die Wahl der Materialien und Prozessgase entstehen unterschiedliche Farben. Eine bekannte Variante ist die Ionenplattierung, im Handel oft als „IP-Plating“ bezeichnet.

Vorteile für Ihr Sortiment

  • Haltbarkeit. PVD-Schichten gelten als besonders abriebfest und eignen sich für Schmuck mit viel Bewegung und Kontakt, etwa Armbänder, Ringe und Uhrengehäuse.
  • Farbvielfalt. Neben Gold und Roségold sind auch Schwarz, Gunmetal und weitere Töne möglich.
  • Passend zu Edelstahl. PVD und Edelstahl ergänzen sich gut und ermöglichen Kollektionen in einer mittleren Preislage.

Was Sie wissen sollten

  • Die Basis zählt. PVD wirkt am besten auf harten, glatten Grundmaterialien wie Edelstahl und Titan. Kratzer oder Poren im Grundmaterial bleiben unter der Schicht sichtbar.
  • Farbe in Chargen. Farbtöne können zwischen Chargen leicht schwanken. Freigeben sollten Sie deshalb am Muster und Nachbestellungen mit dem Referenzmuster vergleichen.
  • Kombinationen. Bicolor-Modelle brauchen Abdeckungen oder getrennt beschichtete Teile und erhöhen den Aufwand.

So handhaben wir das bei Aviano

Edelstahl ist eines der Materialien, mit denen wir Auftragskollektionen für Schmuck und Uhren umsetzen. Welche Veredelung zu Ihrem Modell, Ihrer Nutzung und Ihrer Zielpreislage passt, klären wir anhand des konkreten Designs. Farbton und Oberfläche werden im Muster geprüft und für die Serie festgeschrieben.

Häufige Fragen

Ist PVD dasselbe wie eine Vergoldung?

Nein. Eine galvanische Vergoldung entsteht in einem elektrolytischen Bad, PVD im Vakuum. Beide erzeugen Goldtöne, unterscheiden sich aber in Verfahren, Basis und Abriebfestigkeit.

Kann PVD-Schmuck graviert werden?

Ja. Eine Lasergravur legt dabei je nach Einstellung das Grundmaterial frei, was als gewollter Kontrast genutzt werden kann.

Wird PVD auch bei Uhren eingesetzt?

Ja. Gehäuse und Armbänder aus Edelstahl werden häufig mit PVD in Gold-, Rosé- oder Schwarztönen veredelt.

Verwandte Begriffe

Zuletzt aktualisiert am 18.10.2026

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